Gesundheitsregion plus

Gesundheitsregion plus

Dienstag, 26 April 2016 11:09

Die Geschäftsstelle ist komplett

Viel ist passiert seit dem Start der Geschäftsstelle: Experten wurden ins Boot geholt, erste zarte Bande für Kooperationen geknüpft. Es gibt viel zu tun für die Gesundheit im Landkreis - gut, dass die Gesundheitsregion plus heute Zuwachs bekommen hat. Die neue Kollegin Jenny Ott ergänzt das Projektteam des Gesundheitsamts und teilt sich die Leitung des Projekts mit Judith Dangel.

Foto: Judith Dangel, Dr. Breu und Jenny Ott

Dienstag, 26 April 2016 10:55

Die Landrätin engagiert sich

Die erste Arbeitssitzung im Büro der Landrätin war intensiv: Für die erste Zeit der Gesundheitsregion plus muss viel KnowHow eingeholt und die Experten vor Ort an einen Tisch gebracht werden. Frau Landrätin Andrea Jochner-Weiß legte mit Geschäftsstellenleiterin Judith Dangel und Dr. Karl Breu erste Themen und Akteure für das zu gründende Gesundheitsforum fest. Vernetzung ist das Schlagwort der Stunde.

KopfschmerzenEs pocht, drückt, sticht und hämmert: über die Hälfte aller Landkreisbürger/Innen plagt zeitweise der Kopfschmerz. Intensität, Ursache und Dauer sind unterschiedlich. Doch eines haben die unterschiedlichen Kopfschmerzformen gemeinsam – oft folgt der Griff zu schmerzlindernden Medikamenten.

Neben Rückenschmerzen gehören Kopfschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Bevölkerung. Nach einer Unterteilung der International Headache Society (IHS) können dabei mehr als 250 Kopfschmerzarten unterschieden werden.

Zu den primären Kopfschmerzen zählt neben der Migräne auch der sogenannte „harmlose“ Kopfschmerz, der durch Stress, Verspannung oder Klima ausgelöst wird. Die sekundären Kopfschmerzen hingegen treten als Symptom von anderen, zum Teil nicht ungefährlichen Erkrankungen auf.

Entspannung hilft

Nicht jeder Kopfschmerz muss dabei gleich mit Medikamenten behandelt werden: Bei leichten Schmerzen hilft oftmals auch ein Gang an die frische Luft oder eine Entspannungsübung. Auch altbekannte Hausmittel haben sich zur Schmerzlinderung bewährt: ein nasses, kaltes Handtuch, schwarzer Tee mit frisch gepresstem Zitronensaft und das Einmassieren von ätherischen Ölen im Stirn- und Schläfenbereich.

Oft helfen Ruhe, eine ausgeglichene, stressarme Lebensweise und zur Vorbeugung ausreichender Schlaf, ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie regelmäßiger Ausdauersport wie Schwimmen, Joggen oder Rad fahren.

Behandlung mit Medikamenten

Sind die Schmerzen stark oder reagiert der Körper nicht auf die Hausmittel, so sollte man mit einer Tabletteneinnahme nicht mehr zögern. Eine Beratung, welche Schmerzmittel in Frage kommen, kann die örtliche Apotheke oder auch der Hausarzt geben.

Auf keinen Fall sollten Schmerzmittel aber zu lange oder zu häufig eingenommen werden, sonst besteht die Gefahr der Gewöhnung.

Eher selten, aber gefährlich ist es, wenn die Kopfschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten oder nach einer Kopfverletzung auftreten. Auch wenn Übelkeit, Fieber, Nackensteifheit und Sehprobleme hinzukommen, sollte man sofort einen Arzt kontaktieren. In solchen Fällen können Kopfschmerzen auf andere schwere Erkrankungen hinweisen.

Bildrechte: fotolia -  „Stressed housewife“ ©dragonstock

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– ein staatlich gefördertes Projekt

Die Gesundheitsregion plus im Landkreis Weilheim-Schongau ist eine von derzeit 33 geförderten Projektregionen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit einer Förderlaufzeit von fünf Jahren.

Anfang August 2015 wurde eine eigene Geschäftsstelle am Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau eingerichtet, die sich um die Umsetzung und Koordination des Projektes kümmert. Bis Ende 2019 kann der Landkreis insgesamt 230.000 Euro an Fördermitteln abrufen. Beraten und unterstützt wird die Gesundheitsregion plus durch die fachliche Leitstelle im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

– mit hoher Zielsetzung

Ziel der Gesundheitsregion plus ist die Optimierung der regionalen Gesundheitsstrukturen hinsichtlich Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung.

Dazu gehören zum Beispiel die Versorgung mit Fachärzten, Patienteninformation oder die bessere Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen, im Bereich Prävention aber auch Bewegungsförderung, Ernährungsberatung oder Suchtvorbeugung. Auch die jährlichen Schwerpunktthemen, vorgegeben vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, spielen eine wichtige Rolle in der Gesundheitsförderung.

Die lokalen Versorgungsstrukturen und die Präventionsangebote sind innerhalb Bayerns sehr unterschiedlich. Die Akteure vor Ort können die Lage am besten beurteilen und passgenaue Maßnahmen entwickeln. Vernetzung wird hier großgeschrieben, denn gemeinsam erarbeitete Lösungen haben eine höhere Bindungswirkung und Akzeptanz.

– und kompetenten Gremien

Als ein fachlich kompetentes Netzwerk regionaler Akteure des Gesundheitswesens bemüht sich die Gesundheitsregion plus um die Optimierung der regionalen Gesundheitsstrukturen im Landkreis Weilheim-Schongau. Bestehend aus einem Gesundheitsforum mit Management- und Steuerungsaufgaben, themenbezogenen Arbeitsgruppen und einer koordinierenden Geschäftsstelle, widmet sich die Gesundheitsregionplus vorrangig den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Prävention sowie der Gesundheitsversorgung.

Weitere Informationen zum Konzept und zur Förderung der „Gesundheitsregionenplus“ finden Sie auch hier.

Das Vorgängerprojekt "Gesunder Landkreis: Runde Tische zur regionalen Gesundheitsförderung" hat in unserem Landkreis von 2012-2014 viel bewirkt.

Bildunterschrift v. li.: Dr. Stefan Günther, Leiter Humanmedizin; Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes; Melanie Huml, Staatsministerin; Andrea Jochner-Weiß, Landrätin und Harald Kühn, Landtagsabgeordneter

Walkingparcours webHintergrund und Projekt:

 Das Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau führte in Zusammenarbeit mit den SAGS Institut in Augsburg im ersten Schritt des Modellprojektes „Gesunder Landkreis: Runde Tische zur Gesundheitsförderung“ (Laufzeit: 2012-2014) eine landkreisweite Bestandserhebung im Bereich Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung durch. Mit den ermittelten Daten sind die Stärken und Defizite des regionalen Gesundheitssystems im Landkreis Weilheim-Schongau aufgezeigt worden und stellen damit unter anderem eine fachlich fundierte Grundlage für die Arbeit an den Runden Tischen in den vier Pilotgemeinden Weilheim, Peiting, Huglfing und Eberfing dar. Welche Gesundheitsthemen auf Landkreis- oder Gemeindeebene aufgegriffen werden sollten, ergeben die Daten der Analyse. Zur Erstellung der Analyse wurden sowohl der objektive, als auch der subjektive Bedarf ermittelt. Um den objektiven Bedarf zu ermitteln werden die bestehenden gesundheitsfördernden Angebote erfasst und statistische Daten zu Krankheitshäufigkeiten und die Verbreitung von Gesundheits- und Risikoverhalten einbezogen. Um die subjektiven Bedürfnisse zu ermitteln wurden sog. „Schlüsselpersonen“ im Landkreis in Form einer Befragung der Landkreisbevölkerung, der Gemeinden und der Anbieter im Gesundheitsbereich wie Beratungsstellen, Krankenkassen, Apotheken, Gesundheitsberufe etc. befragt.

In der Stadt Weilheim startete das Modellprojekt „Gesunde Stadt Weilheim“ mit dessen Vorstellung im Stadtrat am 20. Februar 2014. Die Themenvielfalt ist in einer Stadt wie Weilheim, mit ca. 21.500 Einwohner/innen, entsprechend groß. Umso wichtiger ist es, den Themenschwerpunkt zu konkretisieren, da die Zahl an möglichen Akteur/innen für den „Runden Tisch“ sich i. d. R. nach der Einwohnerzahl richtet. Nach der Diskussion einer Vielzahl an möglichen Themen, einigte sich der Stadtrat auf den Schwerpunkt „Bewegung“ mit dem Fokus auf chronischen Erkrankungen. Grund für die Wahl des Themas ist zum einen, dass es im Bereich der Bewegung im Stadtgebiet Weilheim bereits vielfältige Angeboten gibt, jedoch Angebote für spezielle Zielgruppen wie beispielsweise chronisch Erkrankte fehlen, zudem zeigt die landkreisweite Bürgerbefragung, dass chronische Krankheiten bereits in jüngeren Jahren vermehrt diagnostiziert werden und entsprechend mit zunehmendem Alter steigen.

 Es fanden insgesamt 5 runde Tische in Weilheim statt. Die Zielgruppe der Betroffenen chronisch erkrankter Menschen wurde über die Beteiligung der Selbsthilfegruppen – hier v.a. die Rheuma-Liga – des Landkreises erreicht. Die Umsetzung des Projektes verzögerte sich jedoch über die Laufzeit des „Gesunden Landkreises“ hinaus und wurde erst 2015 auf freiwilliger Basis von dem neuen Modellprojekt „Gesundheitsregion plus“ fortgeführt und nun zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.

 In der Weilheimer Au wurde mit der Beschilderung dreier unterschiedlich langer, möglichst „barrierearm“ gestalteter Walkingrouten ein neues Bewegungsangebot für Menschen mit chronischer Erkrankung geschaffen.

Projektziele:

  • Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention im Landkreis Weilheim-Schongau

  • Prävention chronischer Erkrankungen durch Bewegungsförderung

  • Schaffung eines bedarfsgerechten gesundheitsförderlichen Angebotes für die Zielgruppe chronisch erkrankter Menschen in der Stadt Weilheim

  • Vernetzung der vorhandenen Angebote/Strukturen und Akteure über die gemeinsame Arbeit am Thema

  • Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention auf kommunaler Ebene

  • Entwicklung und Erprobung von Best-Practise-Beispielen

  • Stärkung des Gesundheitsbewusstseins und -kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort

 Finanzierung des Projekts:

Die Kosten für die Beschilderung des Walkingparcours wurden zum großen Teil (ca. 4.000 Euro) aus dem staatlichen Fördertopf Gesund.Leben.Bayern. des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege bezahlt. Die AOK förderte das Projekt durch den Zuschuss von 1.250 Euro. Die Stadt Weilheim unterstützte das Projekt durch Umbaumaßnahmen, d.h. die barrierearme Begradigung einer Steigung in der Weilheimer Au und durch die Einweihung des Parcours. Die Stadtwerke Weilheim bzw. der Betriebshof unterstützte das Projekt durch die Montage und die Bereitstellung des Montage-Materials für die Beschilderung.

Bildunterschrift: Feierliche Eröffnung des Weilheimer Walkingparcours durch Landrätin Andrea Jochner-Weiß

Montag, 25 April 2016 12:15

Bewegungsförderung

„Ich sollte mich mehr bewegen“ – Diese Aussage wird leider meist als Floskel verwendet, wenn Menschen gefragt werden, wie sie ihre eigene Gesundheit verbessern könnten. Sie zeigt aber darüber hinaus auch, dass das Wissen um die gesundheitsförderliche Eigenschaft von regelmäßiger körperlicher Aktivität bei vielen Menschen zum allgemeinen Wissensstand geworden ist.

Sitzend verrichtete Tätigkeiten und zu wenig Bewegung sind heutzutage zu einem bekannten Public Health-Problem geworden und das in alarmierender Weise schon in jungen Jahren. Bewegungsmangel ist dabei eine der Hauptursachen von Übergewicht und daraus entstehende Krankheiten und psychische Belastungen. Denn gerade bei Kindern fördert Bewegung nicht nur die körperliche Entwicklung und Gesundheit, sondern auch Selbstvertrauen und Lernvermögen.

Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Gesundheit von Menschen in jedem Lebensalter und zählt zu den bedeutendsten Einflussfaktoren auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden. Regelmäßig körperlich aktiv zu sein, vermindert das Krankheitsrisiko unter anderem für ischämische Herzkrankheiten, Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2, Stürze und Hüftfrakturen sowie Darm-, Brust-, Lungen- und Gebärmutterhalskrebs. Zudem beeinflusst regelmäßige körperliche Aktivität Risikofaktoren wie Blutfettwerte günstig und hilft bei der Gewichtsreduktion bzw. Prävention von Adipositas. Ein körperlich aktiver Lebensstil reduziert Depressionen und verbessert kognitive Funktionen bei älteren Menschen und die Schlafqualität.

Bewegungsförderung in jedem Lebensalter zählt daher für die Gesundheitsregion plus im Landkreis Weilheim-Schongau zu den Themenschwerpunkten. Im Vorgängerprojekt Gesunder Landkreis: Runde Tische zur regionalen Gesundheitsförderung wurden bereits Angebote und Anreize zur Bewegungsförderung im Freien geschaffen, wie z.B. ein Bewegungsparcours in Huglfing, die Aktion „Autofrei in den Kindergarten in Peiting" oder auch die in Kürze fertiggestellte "Walkingrunde in der Weilheimer Au." Weitere und ergänzende Angebote für den Landkreis sind geplant, konkrete Informationen folgen bald.

Direkte Tipps und viele Hinweise zum Thema Bewegung finden Sie auch auf dieser Homepage im Bereich Gesundheitstipps, direkt Angebote in unserer Region finden Sie im Gesundheitskalender.

Bildrechte: fotolia -  „Wanderung mit der ganzen Familie“ © ARochau

Montag, 25 April 2016 12:13

Gesunde Ernährung

Gesundheitskalendar

Jeder Erwachsene kann frei entscheiden, wie er sich ernährt und nimmt dabei großen Einfluss auf seine Gesundheit. Eine vollwertige Ernährung kann dazu beitragen, Wachstum, Entwicklung und Leistungsfähigkeit sowie die Gesundheit des Menschen ein Leben lang zu fördern bzw. zu erhalten. Vor dem Hintergrund der Häufigkeit von Übergewicht und ernährungsbedingten Krankheiten in Deutschland, ist die Aufklärung über eine bedarfsgerechte, ausgewogene und gesunderhaltende Ernährung daher von besonderer Bedeutung.

Auf Nährstoffebene ist vollwertiges Essen und Trinken charakterisiert durch ausreichend Flüssigkeit und einer dem Bedarf entsprechenden Energiezufuhr. Die energieliefernden Nährstoffe stehen dabei in einem ausgewogen Verhältnis. Außerdem liefert vollwertige Ernährung Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in ausreichender Menge.

Im Landkreis Weilheim-Schongau haben wir bereits einige Angebote zur Ernährungsberatung in jedem Lebensalter – von der Ernährung in Schwangerschaft, Säuglingsalter, über Ernährung für Kinder und Jugendliche, bis hin zur bedarfsgerechten Ernährung im Alter. Bestehende Beratungsangebote finden Sie für die jeweilige Zielgruppe auch online im Sozial-Atlas des Landkreises. Zusätzlich sollen Vorträge zum Thema Ernährung und weitere Angebote geschaffen werden. Veranstaltungshinweise zu Vorträgen und Seminaren werden auch in unserem Gesundheitskalender für Sie bereitgestellt.

Direkte Tipps und viele Hinweise zur gesunden Ernährung finden Sie auch auf dieser Homepage im Bereich Gesundheitstipps.

Bildrechte: fotolia -  „balanced diet food concept“ © M.studio

Montag, 25 April 2016 12:04

"Den Alltag in Bewegung bringen"

Am 15. März ist der Tag der Rückengesundheit 2016, der dieses Jahr unter mit dem Motto „Ergodynamik – Bringen Sie Ihren Alltag in Bewegung!“ stattfindet. Ergodynamik verbindet Ergonomie und Dynamik und zielt vor allem auf bewusste und funktionsgerechte Bewegung des Muskel-Skelett-Systems ab. Der ärztliche Kreisverband und die Gesundheitsregionplus im Landkreis Weilheim-Schongau informieren gemeinsam zu wirksamen Maßnahmen, um Rückenschmerzen zu vermeiden.

Rückenschmerzen kennen die meisten Erwachsenen nur allzu gut. Die Zahlen belegen: Sogar 4 von 5 Erwachsenen hatten schon einmal mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Dabei müssten viele Rückenprobleme gar nicht sein. „Die beste Voraussetzung um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist eine kräftige Muskulatur, die die Wirbelsäule stützt und stabilisiert“, erklärt Dr. med. Karl Breu, 1. Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbands. Geschwächte Muskulatur, aber auch die Psyche, können Ursachen für Rückenschmerzen sein.

Wie sollte man sich also verhalten, um Rückenschmerzen zu vermeiden? Das Muskel-Skelett-System zu schonen oder entlasten ist keine Lösung, den Rücken dauerhaft abzustützen und Bück- und Hebevorgänge grundsätzlich zu vermeiden wirkt sogar kontraproduktiv. Regelmäßige und funktionsgerechte Belastung in den Alltag einzubauen, sich in Beruf und Freizeit mehr zu bewegen, wirkt hingegen präventiv, also vorbeugend. Dabei gilt stets: Abwechslung muss sein, monotone Körperhaltungen und Bewegungsabläufe sollten vermieden werden.

„Sich im Alltag mehr und vor allem bewusster bewegen, damit lässt sich schon viel erreichen“, meint Judith Dangel, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregionplus. Muskeln, Gelenke, Knochen und Bindegewebe benötigen den fortlaufenden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, um langfristig und schmerzfrei zu funktionieren. Deshalb leisten schon kleine Veränderungen im Alltagsverhalten leisten einen wertvollen Beitrag zu mehr Rückengesundheit.

Praktische Tipps für Sie:

Um mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, lohnt es sich bereits, wenn Sie Fahrstühle und Rolltreppen meiden und öfter zu Fuß zu gehen. Parken Sie morgens bewusst ein Stück von der Arbeit entfernt und laufen Sie die restliche Strecke zu Fuß. Idealerweise lassen Sie das Auto bei kurzen Strecken ganz stehen und fahren mehr mit dem Fahrrad. Bei sitzenden Tätigkeiten im Büro sollten Sie so oft wie möglich aufstehen oder Ihre Sitzposition verändern. Außerdem wirken bereits jeden Tag zehn Minuten gezielte Rückengymnastik mit funktionsgerechten Übungen Wunder.

Empfohlen werden auch Ausdauersportarten mit gleichmäßigen Bewegungen wie Radfahren, Nordic Walking, Inlineskaten oder Schwimmen. Drei Mal in der Woche eine Ausdauersportart für 30 Minuten zu betreiben ist außerdem eine hervorragende Vorbeugung gegen Infarkte und Schlaganfälle.

Mehr Infos und Rückenübungen zum Nachmachen gibt es bei der Aktion Gesunder Rücken e. V. unter www.agr-ev.de/de/

Bildunterschrift: Eröffnung des Weilheimer Walkingparcours, vorne Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes

Das zweite Treffen der Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung stand ganz im Zeichen der Notfallversorgung im Landkreis.
Zuerst informierte sich Frau Landrätin über die aktuellen Entwicklungen im Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), welches den Ärztlichen Bereitschaftsdienst neu organisiert.
Anschließend stellte Herr Wilke der Projektgruppe die gesetzlichen Grundlagen der Integrierten Versorgung vor. Auf Basis der Ergebnisse des ersten Treffens wurden einige Ideen erarbeitet und unter den Teilnehmern ziel- und lösungsorientiert diskutiert.
„Es hat mich beeindruckt, dass sich die heterogen zusammengesetzte Projektgruppe als erste Aufgabe den Aufbau eines „Integrierten Versorgungsnetzwerkes pflegerische und palliative Notfallversorgung Weilheim – Schongau“ gestellt hat“, freut sich Frau Ott.
„Als nächstes steht viel Detailarbeit an“, ergänzt sie. „Es gilt den Ist-Stand zu ermitteln. Hierzu wird die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus in den nächsten Wochen alle relevanten Personen und Institutionen des Landkreises kontaktieren“.

Bild von rechts nach links: Dr. Dieter Eppich, MDK; Carsten Rauschmeier, Geschäftsführung Klinikum Penzberg; Manuel Holder, KVB; Stephan Besl, KVB; Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes; Landrätin Johanna Jochner-Weiß; Alexander Wilke, Institut für evidenzbasiertes Gesundheits-& Versorgungsmanagement; Gisela Klotz, Hospizverein im Pfaffenwinkel; Dr. Monika Panzer, Praxis für Strahlentherapie und Radioonkologie am Krankenhaus Weilheim; Dr. Jörg Steiner, Funktionsoberarzt, Internist, Klinikum Penzberg; Jenny Ott, Geschäftsstellenleitung Gesundheitsregion plus; Dr. Johanna Schuster, Stellvertretender Vorstand Ärztlicher Kreisverband Weilheim-Schongau.

Montag, 25 April 2016 11:37

Die Gesundheit im Landkreis stärken

16. März 2016

Erstes Treffen der neuen Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“

Landkreis – Engagierte Gesichter unter neuem Motto: Gestern traf sich zum ersten Mal die Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ der Gesundheitsregionplus unter Leitung von Judith Dangel. Bewegung und Ernährung werden die wichtigen Themen im Landkreis sein, zu denen sich die Gruppe vorrangig Gedanken machen wird. Erste Zielgruppen sind Kinder bzw. Jugendliche und Senioren.

Wie kann man die Kinder unterstützen, von klein auf eine sichere Motorik zu entwickeln? Wie kann ihnen wieder Lust auf Bewegung und Sport gemacht werden? Welche Ernährung ist die richtige für Kinder bzw. ältere Menschen? Und wie gelangt man an die Zielgruppe? Das sind die Fragen, die sich die Arbeitsgruppe stellt. Im Bereich Seniorenbewegung stellt sich vor allem die Frage nach unterstützenden Angeboten, denn hier besteht bereits großes Interesse daran, sich fit zu halten.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass es bereits viele gute Angebote im Landkreis gibt. Wir müssen sie nur bekannter machen“, so Dangel. Auch das Vernetzen bestehender Angebote und die Bündelung von Ressourcen ist wichtig für eine flächendeckende Präventionslandschaft im Landkreis, ist sich die Gruppe sicher. Neue Angebote für Kinder bzw. Jugendliche und Senioren müssen in jedem Fall passgenau und nachhaltig entwickelt werden, im Idealfall zusammen mit der Zielgruppe.

Die Gesundheitsregionplus ist ein vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Auskünfte dazu erhalten Sie von Judith Dangel unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0881/681-1618.

Bildunterschrift v.l.n.r.:
Sie engagieren sich für die Gesundheit: Hans Socher, Franz Schlesinger, Christine Lang, Albert Schencking, Karin Hinzpeter-Gläser, Petra Regauer, Dieter Rupp, Veronika Speer, Dr. Ulf Knabe, Christina Daisenberger, Dr. Sibylle Rollinger, Anette Bleher, Judith Dangel, Kurt Dörr, Dr. Stefan Günther, Johannes Ullrich, Marie Spale, Jörg Steinhart, Dieter Pausch, Peter Raabe

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